Wednesday, February 25, 2009

Chicken Cordon Blue

Wir haben gepackt und sind, fast, auf dem Weg nach Barrow, der noerdlichsten Stadt (eher ein Dorf fuer mich, aber naja) der Vereinigten Staaten. Der Kuehlschrank muss geleert werden, alle nicht haltbaren Lebensmittel vernichtet, aehhh, gegessen werden. Ich finde Ziegenkaese und entscheide mich fuer Chicken Cordon Blue mit Ziegenkaese und Prosciutto.
  1. Die Huehnerbrust in Scheiben schneiden und mit Fleischklopfer duenn klopfen (tolles deutsch!).
  2. Mit Prosciutto, Ziegenkaese und Salbei fuellen
  3. Aufrollen und mit Zahnstochern und Metallspiessen schliessen, befestigen? Mir fallen die Woerter nicht mehr ein
  4. Erst in Mehl , dann in Eigelb und dann in ungewuerzte Semmelbroesel waelzen
  5. In eine gefettete Form, Olivenoel und Butter, legen und mit Butterstuecken belegen.
  6. Ofen auf 180C vorheizen und fuer 20-30 Minuten backen.
  7. Die letzten 10 Minuten habe ich es in meine Grillschiene geschoben, um es etwas anzubraeunen.Zutaten:
  • Huehnerbrust
  • Prosciutto
  • Ziegenkaese, weicher,
  • Salbei
  • Olivenoel und Butter fuer Backform
Panade:
  • 2 Eigelb
  • Mehl
  • Semmelbroesel, ungewuerzt
Gekochte Kartoffeln, in Olivenoel geschwenkt, und Rosenkohl, gab es dazu. Aber nur, weil wir, die Kuechenschaben, alles vernichten muessen, bevor wir auf Reise gehen.

Saturday, February 21, 2009

Pasta Schuta

Pasta Schuta gab es oft in meiner Kindheit. Was es genau heisst? Keine Ahnung. Ich habe meine Mutter nie gefragt. Naja, sowas wie, Spaghetti mit Fleischsosse? Das Wort Schuta gibt es nicht im Italienischen, also muss es eine andere Schreibweise haben.

Freunde, gute Freunde, haben uns wieder mit Rehfleisch versorgt. Dieses Mal mit deer sausage. Rehwurst? Klingt merkwuerdig und die Verpackung sieht noch merkwuerdiger aus. Die Wurst ist in einer weissen Plastikhuelle abgepackt, aehnlich Teewurst, aber es ist Hackfleisch, vom Reh, gemischt mit etwas Schweinefleisch, als Geschmacks- und Fetttraeger.

  1. Das Fleisch wird in Oel braun gebraten, Zwiebel und Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten und mit Chilischote und Oregano gewuerzt.
  2. Tomatenmark (habe ich aus Deutschland mitgebracht, denn das gibt es hier nicht in Tuben und ich stehe auf meine Tomatenmark- und Senftuben) und Rotwein dazugeben. Der Wein sollte gerade so das Fleisch bedecken. Kurz einkochen und den Inhalt der Tomatendose einruehren.
  3. Karotten und Lauch dazugeben und fuer 2-3 Stunden auf kleiner Flamme koecheln oder in Backofen. Mein Tulikivi ist noch heiss vom Brotbacken, also schiebe ich es in diesen fuer 3 Stunden, bei 170C, und giesse immer wieder etwas Wein auf, wenn es zu trocken aussieht.
Frisch geriebenen Parmesan ueber die Pasta und Schuta gestreut. Guten Appetit!

Zutaten

  • 1 Pfund gemischtes Hackfleisch (halb Schwein/Rind oder Reh/Schwein)
  • 1 Essloeffel Olivenoel
  • 1 Zwiebel, geschaelt und fein gewuerfelt
  • 2 Karotten, gewuerfelt
  • 4 Knoblauchzehen, geschaelt
  • 1 Dose geschaelte Tomaten
  • 1 Essloeffel Tomatenmark
  • 100-200 ml Rotwein
  • Pfeffer, Oregano und Chilischote zum Wuerzen

Brot backen

Ich habe es gewagt. Mein erster Backversuch. Ok, Ok! Mein zweiter Versuch an Brot. Aber das erste Mal zaehlt nicht. Es war kein Brot, es war ein Hockeypuck, oder mehr eine Waffe. Aber ich habe allen Mut zusammengenommen. Dieses Rezept habe ich durch Sue, thank you, Sue, gefunden und es klang so einfach, dass ich nicht widerstehen konnte, es auszuprobieren. Es ist aus dem Kochbuch Artisan Bread In Five Minutes A Day und wird European Peasent Bread genannt. Wenn das nicht passt!

Im Rezept steht als Einleitung folgendes:
"We live in the upper Midwest, where in the wintertime we dream of vacations along the sunny Riviera."
Das hat mich gleich noch mehr ueberzeugt, ich habe solche Traeume auch oft in lower Southeast Alaska.

Rezept fuer 4 Brotlaibe.
  • 3 cups lauwarmes Wasser
  • 1 1/2 tbsp.=tablespoon= Trockenhefe (granulated yeast)
  • 1 1/2 tbsp. salt

  • 1/2 cup Roggenmehl
  • 1/2 cup Vollkornweizenmehl
  • 5 1/2 cups ungebleichtes Mehl
  • Umrechnungstabelle siehe unten

  • Maismehl (ich habe Sesamkoerner genommen, das tut's genauso)
  1. Mische die ersten drei Zutaten in einer Schuessel
  2. Mische die restlichen trockenen Zutaten (nicht das Maismehl) dazu, mit einem Loeffel, nicht kneten, bis ein glatter Teig entsteht.
  3. Bedecke die Schuessel, nicht luftdicht abdecken, und lass' den Teig fuer etwa 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen.
  4. Der Teig kann sofort verwendet werden, obwohl er einfacher zu handhaben ist, wenn er kalt ist. Falls gewuenscht, kann der Teig auch bis zu 2 Wochen im Kuehlschrank (abgedeckt, aber nicht luftdicht) aufbewahrt werden. (Das finde ich einfach genial!)
  5. Am Backtag, Mehl auf die Oberflaeche des gekuehlten Teiges streuen und ein Stueck abschneiden (Grapefruit-Groesse) und auf bemehlter Arbeitsflaeche zu einem Laib formen. Ich habe die Laibe, alle 4, auf die Sesamkoerner auf Wachspapier gelegt und gehen lassen fuer 40 Minuten.
  6. Den Backofen erhitzen auf 230C. Das habe ich mit meinem Tulikivi Ofen in drei Stunden einschueren nicht geschafft, sondern nur 180C.
  7. Den Laib mit Mehl bestreuen und mit einem Messer Schlitze einritzen.
  8. Den Laib, oder die Laibe, auf ein Backbleck gleiten lassen. (Ich habe 2 Laibe auf einmal gebacken). 1 kleine Backform mit Wasser fuellen und ebenfall auf das Backblech stellen und rein in den Tulikivi fuer ca. 35 Minuten, sagt das Kochbuch.

Ich hatte mein Brot etwas laenger, 45 Minuten, im Ofen, da ich nicht die geforderte Temperatur im Ofen erreicht hatte. Das Brot war nicht knusprig braun, wie bei Sue oder im Kochbuch, es war ziemlich blass, aber es hat sehr gut geschmeckt und I am pretty proud!

Die Umrechungstabelle habe ich bei USA kulinarisch gefunden:

Ein Teaspoon sind fünf Milliliter (wenn es um Flüssigkeiten geht). Ansonsten: Na, eben einen Teelöffel Salz abmessen.

Ein Tablespoon sind 15 Milliliter Flüssigkeit. Für feste Zutaten gilt das obige: Einfach einen gehäuften Eßlöffel abmessen.

Um aus Cups Liter zu machen (gilt nur für Flüssigkeiten): Mit 0,24 malnehmen. Beispiel: 3 cups Wasser sind 0,72 Liter oder 720 Milliliter.

Und diese Kalkulation unter dem Backen?! Gottseidank brauchen wir nur eine Fluessigkeit umzurechnen, bei diesem Rezept.

1 Cup Mehl sind 100 gramm.

Das ist einfach!

Und auch das Food-Lexikon von USA kulinarisch ist Klasse. Danke, dass sich jemand die Muehe gemacht hat, denn mir fallen oft die einfachsten deutschen Woerter nicht mehr ein. Peinlich, peinlich, aber wahr.

Foodbloggerinnen vereint Euch....

...und zwar in Muenchen. Rosa, von der Neuhausener Nudelsuppe, hat es organisiert.

Ein nettes, informelles und unkompliziertes Münchner Foodbloggerinnentreffen wird es sein.

Wann: 1. März um 15 Uhr
Wo: im Edward's in der Ysenburgstr. 13, Ecke Frundsbergstr., nahe Rotkreuzplatz

Leider schaffe ich nicht, daran teilzunehmen, aber vielleicht klappt's ja naechstes Mal. Ich wuensche allen Maedels auf jeden Fall Viel Spass!

Friday, February 20, 2009

Spaghetti mit Spinat und Gorgonzola

Pasta, Pasta! Hmmm! Wenig Zeit heute, da muss auch die Sauce schnell gehen. Spinat habe ich gefroren und den Gorgonzola-Kaese auch im Haus. Wunder ueber Wunder. Butter in einem Topf erhitzen, Knoblauch anschwitzen, Spinat dazugeben und mit 100 ml Huehnerbruehe aufgiessen. 15-20 Minuten koecheln, bis Spinat aufegetaut und saemig ist, dann 1 Blubb Schlagrahm dazu und mit Muskat und frischem Pfeffer abschmecken. Spaghetti al dente kochen in Salzwasser. Dazu gibt's einen gruenen Salat mit Senf/Honigdressing. Und das war's auch schon.

Zutaten: 2 Personen
  • 1 Packung gefrorener Spinat
  • 150-200g Gorgonzola-Kaese
  • 2 Knoblauchzehen, fein geschnitten
  • 1 Essloeffel Schlagrahm
  • 1 Teeloeffel Butter
  • 100 ml Huehner- oder Gemuesebruehe
  • Spaghetti (Menge haengt davon ab, wie gross der Hunger ist)
  • 1 Prise Salz fuer's Wasser

Wednesday, February 18, 2009

Flank Steak vom Grill - grilled flank steak

Grillzeit? Noch nicht ganz, aber ich hatte Lust auf Fleisch vom Grill und die Tage werden jetzt schon etwas laenger. Langsam, aber sicher. Im Sommer grillen wir sehr oft, im Winter naturgemaess etwas weniger. Ein typisches Grillgericht an der Westkueste ist Flank Steak, ein mageres Stueck Fleisch aus der Flanke des Rindes (wer haette das gedacht). Ich kenne es nur mariniert und dieses Rezept ist von Herrn Kuechenschabe.

Marinade:
  • 4 Knoblauchzehen, geschaelt und zerdrueckt
  • 1 Stueck Ingwer, geschaelt und fein geschnitten
  • 150ml Soja-Sauce
  • Saft von 1 Zitrone
Das Flank Steak, 1,5 Pfund fuer 3-4 Personen, wird mit zwei Gabeln bearbeitet, Loecher reingestochen, jegliche Agression wird abgebaut an diesem Stueck Fleisch.
Fleisch in eine Schuessel geben, mit Marinade uebergiessen, luftdicht abdecken und in Kuehlschrank stellen fuer 5-6 Stunden, 1-2 mal wenden.Dazu gibt es Gemuese vom Grill. Im Vorratsraum finde ich so einiges was Verwendung findet:
  • 1 Zwiebel, geviertelt
  • 1 Bund gruener Spargel, in 3-4cm lange Stuecke gebrochen,
  • Zuckerschoten,
  • Schwammerl (Pilze), geviertelt,
  • gelber Squash, in grosse Wuerfel geschnitten,
  • ein paar Kartoffeln, vierteln und bissfest kochen,
mit
  • 3 Essloeffel Olivenoel,
  • Salz, Pfeffer,
  • getroecknete Chili,
  • Rosmarin und/oder Thymian
in einer Schuessel mischen. In den Grillkorb geben und ab geht es auf den Grill.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen und ebenfalls auf den heissen Grill legen, ca. 200C, fuer 20 Minuten. Ich mag es medium rare und Herr Kuechenschabe well done, daher bekomme ich die Mittelstuecke. Das Fleisch wird gegen die Faser in duenne Scheiben geschnitten, dazu gibt es ein curried cherry chutney von Chukar Cherries, ein Gedicht. Die Produkte von Chukar Cherries sind hervorragend, z.B. Kirschen mit Schokolade, etc., und wir kaufen immer einiges an Produkten am Pike Place Market, dem Fisch- und Gemuesemarkt in Seattle. So viel, wie wir in unsere Koffer reinpacken koennen und hoffen, dass alles gut in Alaska ankommt mit dem Flugzeug. Passend dazu waere ein gruener Salat. Auf diesen muessen wir aber verzichten, denn wir haben keinen im Haus, und auch nicht im schneebedeckten Garten, und fuer die Bootsfahrt in die Stadt zum Supermarkt, ist es uns zu kalt.


Dafuer haben wir eine Flasche kalifornischen Syrah, Queen of Hearts, der mehr verspricht und doch etwas zu "schwach" ist. Flank steak und chutney vertragen schon einen more powerful wine.

Monday, February 16, 2009

Schweinefilet in Senf/Orange Sosse mit Blaukraut - pork tenderloin

Nach einem abhaertenden Saunagang, hatten wir und unsere Gaeste einen gesegneten Appetit.
Nur die haertesten kommen durch, und bekommen was zu Essen!

Wir essen sehr selten Schweinefleisch, aber ein Filet kommt mir immer wieder auf den Tisch (obwohl ich gegen einen guten, knusprigen Schweinebraten, auch nichts einzuwenden habe). Ich bereite das Schweinefilet im ganzen zu, nicht in Scheiben geschnitten, dazu gibt es Kartoffelbrei und Blaukraut. Die Kartoffeln sind die letzten von meiner Ernte aus dem Garten und der Blaukraut-Kopf ist aus dem Supermarkt, da mein Blaukraut letztes Jahr nur Blaetter und keinen Krautkopf hervorgebracht hat!

Ich wollte unbedingt den Rosenkohl-Kartoffel-Salat von Cucina Casalinga ausprobieren, da ich ausnahmsweise alle Zutaten im Haus hatte. Naja, fast. Aus Entenbrust wurde Schinken, baked ham, der uns vom Gast gebracht wurde (leftover der Geburtstagsfeier am Tag davor), der war zwar nicht geraeuchert, aber gut salzig und hat vorzueglich gepasst. Das Rezept war der Hit! Dieser Salat haette schon ausgereicht, als Kartoffelbeilage, der Kartoffelbrei wurde aber trotzdem gegessen.
Das Foto leider ohne Rosenkohl, aber glaubt mir, er wurde reingemischt.

4 Personen:
  1. Zwei Schweinefilets am Stueck, mit Knoblauchstiften spicken, mit Senf bestreichen und kraeftig pfeffern mit frischem Pfeffer, in Olivenoel scharf anbraten auf allen Seiten. Im vorgeheizten Ofen -190C - (im Tulikivi-Ofen bei 170C) fuer ca. 15-20 Minuten mit einer geschaelten und in Scheiben geschnitten Orange, das gibt etwas Fluessigkeit und die Suesse passt auch dazu, fertig garen. Das Fleisch aus Pfanne/Topf entfernen und mit etwas Bruehe und Rahm deglazen.
  2. 6 Kartoffeln gewaschen und geviertelt, mit Wasser bedeckt und kochen fuer 10 Minuten. Wasser abgiesen, Milch und Butter dazugeben und mit Handstampfer zerstampfen, bis die gewuenschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Muskat abschmecken.
  3. Blaukraut in feine Streifen schneiden, weissen Strunk entfernen. 1 feingeschnittene Zwiebel in Olivenoel anduensten, 1 Loeffel braunen Zucker dazugeben, immer umruehren, bis der Zucker schmilzt. 2 geschaelte und gewuerfelte Apfel und das Blaukraut dazugeben. Wuerzen mit 3 Nelken, Wacholderbeere, 2 Loeffel Orangemarmelade, 1 Glas Orangesaft und eine Prise Zimt. Ca. 45 Minuten koecheln lassen, je nach Geschmack.
  4. Filet in Scheiben schneiden und auf Tellern anrichten
Das Gericht ist relativ schnell zubereitet und schmeckt immer, wie auch dieses Mal. Der Beweis? Es gibt keine leftovers. (oder wir waren alle zu hungrig)
Dazu haben wir die Oellampen angezuendet, romantische Winterstimmung, und es gab einen Blue Moon Pinot Noir von Bridgeview Winerye, der mir sehr gut geschmeckt hat, aber ob er passend was, das weiss ich nicht.