Thanksgiving-Reste werden langsam "aufgearbeitet" und ich bereite einen schnellen Salat zum Mittagessen, da strahlend blauer Himmel und Sonnenschein herrscht und wir in's Holz gehen. Ein paar Baeumchen hat Herr K. schon gefaellt, waehrend ich den Salat zubereiten.
ein paar Scheiben Pute in Wuerfel schneiden
eine kleine, oder halbe, Zwiebel fein wuerfeln
handvoll Pekannuesse, oder Cashew, gehackt
handvoll Craisins, getrocknete Preiselbeeren, oder goldene Rosinen
2 Teeloeffel Mayonnaise
1 Loeffel weisser Balsamico
Currypulver, eher mehr, je nach Geschmack
Alle Zutaten mischen und auf Salatblaettern anrichten. Dazu gibt es Baguette. Danach ging es wieder in den Wald mit unserem neuesten Spielzeug. Einem Schlitten, kein Schlitten fuer's rodeln.
Mit zwei Motorsaegen zerschneiden wir die Staemme in handliche (gibt es so etwas ueberhaupt?) Rundlinge und der Schlitten (fast wie von selbst) transportiert sie zur Holzlege. Wieviel einfacher und schneller das jetzt geht. Die Rundlinge werden gesplittet mit dem hydraulischen Holzsplitter ........und gestapelt zum Austrocknen. Here Mr. Kitchenroach hauls our new 'toy' 2 meter sled down our 'new' boardwalk to the woodshed. We can now carry 60 kg of wood easily! Und am Ende sehen auch wir das Licht.... ....und alles sieht aus wie vorher (fast alles)!
Thanksgiving ist vorbei und es luestet uns nach "leichter" Kueche. Die turkey soup koechelt auf dem Ofen, die gibt es morgen zum Mittagessen. Ein Lauch liegt im Kuehlschrank und verzehrt sich nach Verwendung (und wir uns nach ihm). Lauch in Scheiben schneiden, in Butter anduensten, zuerst die Endstuecke (dunkler) und dann die zarteren, hellen Scheibchen. Mit einem Teeloeffel Mehl anschwitzen und mit Huehnerbruehe abloeschen und Rahm (bei uns half&half, Mischung zwischen Rahm und Milch) beigiessen. Nach 15 Minuten ist dieses feine Gemuese fertig, eine gute Beilage zu Reis und einem Stueck Wild Alaskan Coho Salmon (Silberlachs).
Turkey Festival, auch Thanksgiving genannt, ein grosser Feiertag in USA. Fast alle Geschaefte haben geschlossen und Familienmitglieder reisen quer, und viele Stunden, durch die Staaten, um diesen Feiertag zusammen mit ihrer Familie verbringen zu koennen. Ein sogenannter social event, wenn nicht mit Familie, dann wird mit Freunden gefeiert. Man koennte meinen, wir haben keine Freunde, denn wir haben diesen Tag in trauter Zweisamkeit verbracht, ich wollte daheim bleiben und meinen eigenen Truthahn braten. Eine der Beilagen waren glasierte Perlzwiebeln. Das Rezept habe ich letztes Jahr gefunden, in der Novemberausgabe von bon appetit - Magazin und ich finde es Klasse! DiePerlzwiebeln-12 ounces, ca. 350 Gramm- fuer 1 Minute in kochendes Wasser legen, dann in Eiswasser abschrecken. Jetzt lassen sie sich ganz leicht schaelen.
In einem Topf 1 Tasse Portwein und eine 1/2 Tasse Gemuese-/Huehnerbruehe mit 4 Lorbeerblaettern und 1 Essloeffel braunem Zucker zum Kochen bringen. Die Zwiebeln dazugeben und fuer 20-30 Minuten koecheln lassen, bis die Zwiebeln zart sind. Zwiebeln entfernen und die Fluessigkeit fuer eine weitere halbe Stunde einkochen lassen. Zwei Loeffel Balsamico und die Zwiebeln dazugeben, einmal umruehren und fertig ist diese feine Beilage.
Die Krauternte war dieses Jahr ein kleiner Erfolg, immerhin hatten wir ein paar kleine Krautkoepfe, Weiss- und Blaukraut. Nur, leider, hat es mit der korrekten Lagerung nicht geklappt. Nach meiner fast 2monatigen Abwesenheit, hatte der Vorratsraum einen sehr strengen und interessanten Geruch, alle Krautkoepfe waren verschimmelt. Nur einer war verschont geblieben, der Groesste von allen und dieser war nicht aus unserem Garten, sondern von einer Nachbarin. Und aus eben diesem Weisskrautkopf bereite ich das Gericht.
Eine Zwiebel und das Weisskraut in sehr feine Streifen schneiden (ohne Kohlstrunk). Die Zwiebeln in Butter anziehen lassen, den Kohl beifuegen und kurz mitduensten. Gemahlene Wacholderbeeren (5-10, je nach Geschmack) und einen Loeffel Mehl dazugeben, anschwitzen. Mit etwas Gemuesebouillon und (viel) Weisswein abloeschen und zwei handvoll Trauben dazugeben. Zugedeckt 20-25 Minuten schmoren lassen. Dazu gibt es halibut fishcakes (Heilbutt-Kuechlein) und gekochte Kartoffeln. Sehr gut schmeckt dieses Kraut auch zu Wild und Fasan.
Schnell muss es gehen, denn heute war grosser fuel day. Das bedeutet wir holen 200 gallons Diesel, ueber 800 Liter, mit dem Motorboot aus der Stadt und noch 4 grosse Tankflaschen mit Propangas. Dementensprechend hoch muss die Flut sein , heute sind es 18 feet - , damit das Boot am Steg andocken kann und Diesel und Gas abgepumpt, bzw. ausgeladen werden kann.Im Hintergrund bringt eine barge nicht nur fuel, but everything we need and use on a daily bases. Unter anderem auch die meisten Zutaten fuer dieses Gericht.
Ich nehme 1 Pfund Rindfleisch, Schulter, schneide es in feines Scheibchen, scharf anbraten in Olivenoel, 1 gehackte Zwiebel und 3 Knoblauchzehen dazugeben und anschwitzen, 1 gruene Paprika und 2 Champignons wuerfeln und beifuegen. Alles ein paar Minuten koecheln, 2 Essloeffel Tomatenmark dazugeben und gut umruehren, dann wird mit Rotwein (einem Shiraz/Cabernet von Yellowtail) aufgegossen bis alles bedeckt ist und 1 -2 Stunden koecheln lassen. Ich lasse es meist kurz aufkochen und stelle das Gas/Herd ab, um es wieder aufzukoecheln sobald ich Zeit habe, so im ganzen aber um die 2 Stunden. Gewuerzt habe ich mit etwas Kuemmel, Chili, Salz und dazu gab es Rosenkohl in Bruehe geduenstet. Nathalie von Cucina Casalinga will wissen "wie es mit Wein bei uns/jedem aussieht". Ich kann nur sagen - gut! Nicht die Qualitaet des Weines, ich meine eher die Quantitaet, denn wir haben eine grosse Lieferung von australischem Yellowtail im Sommer bekommen. Marti, ein Freund und Fischermann, hat uns auf seinem Boot kistenweise Wein aus Seattle, zu viel guenstigeren Preisen, hier in den Norden gebracht . Der Alkohol ist unverschaemt teuer in Alaska, fast das doppelte kostet eine Flasche Wein gegenueber den "lower 48", damit sind die restlichen 48 Staaten der USA gemeint, nur in Hawaii sind die Preise wahrscheinlich zu vergleichbar hoch.